Texte

© Cornelia Kleÿboldt, M.A. (Katalogtext)

Feinstoff – Anmerkungen zur Malerei von Gisela Heide

Gisela Heide malt Kleidungsstücke. Kleidungsstücke, die als buchstäblich eigenständige Protagonisten, anstelle einer Person oder eines Körpers, als überaus feinstoffliche Präsenzen auf dem offenen, ungrundierten Leinwandraum erscheinen und diese zu einem Raum umgestalten, durch den etwas definiert, umschrieben und erschaffen wird, das als solches nicht gemalt und eher spürbar als sichtbar ist.

Duftig, leicht, offen und feinstofflich ist die Textur und pastellig sind die Farben der Kleidungsstücke, die der Blick wie ein Schmetterling erobern kann. Hineinfliegen und wieder hinausfliegen, sich einlassen oder auslassen in diese durchfensterten Kleidungsstücke und durch die in den Kleidungsstücken gebundenen, vielschichtigen und dennoch transparenten Hintergründe, in deren Eigenschaften etwas oder jemand entsteht.

Etwas oder jemand ist da, das nicht da ist, dessen Gegenwart aber in zugeschnittenen Stoffen, Mustern und Hintergründen angegeben ist und eben dort zu atmen scheint. Die bemalte oder besser „charakterisierte“ Leinwand wird zu einem Feld von Hinweisen auf etwas oder jemanden, auf Gefühle, Eigenschaften, Träume, auf Lebenszeiten oder Augenblicke und nicht zuletzt auf eine darin eingebundene Persönlichkeit in einer bestimmten Situation.

Per-Sonare heisst „hindurch klingen“ und es ist, als hätten eben jene Kleidungsstücke die Eigenschaft des „Hindurchklingens“. Sie sind wie Filter oder Lochmasken, die aus der Gesamtheit der Möglichkeiten etwas Bestimmtes herausfiltern und hindurch klingen lassen.

Gisela Heides Kleidungsstücke kleiden ein und sie kleiden aus. Sie legen frei, machen ansichtig und durchsichtig. Sie sind transparent, sind ebenso anwesend wie sie abwesend sind, wenn sie sich gegenüber etwas Anwesendem zurückzunehmen scheinen.

Sie sind wie Traumgespinst, sind das Kleidungsstück noch vor dem materiellen Kleidungsstück. Sind wie Umschreibungen eines imaginären Raums, der sich in verschiedene Richtungen öffnen kann.

Sie sind wie ein Hauch, der sich festen Zugriffen entzieht. Sind wie eine Erinnerung, die in der Stille des Raumes aufscheint, aufzieht wie eine Wolke und sich jederzeit wieder auflösen kann. Diese Auflösung selbst ist in der Malerei mit angegeben. Manchmal bleibt eine Malschicht unfertig oder sie tropft herab, als würde sie schmelzen.

Hintergründe durchweben das Kleidungsstück, gehören mal dazu oder grenzen sich ab, sind mal frei und nicht einzuordnen, fügen ihren Klang dem Kleidungsstück hinzu, nehmen dem Gesamtbild jedwede entschiedene Eindeutigkeit, geben ihr vielmehr einen mehrdeutig mitschwingenden Begleitton oder auch Beigeschmack.

Und dann wieder sind die Kleidungsstücke präsent, unübersehbar und behaupten sich wie eine weiße Wolke an einem ansonsten vollkommen blauen Himmel oder wie ein Flüsterton in absoluter Stille.

Die Künstlerin arbeitet in „Positiven“ und „Negativen“. Das eine steht in enger Beziehung zum anderen. Das eine gibt es nicht ohne das andere, das eine kann nicht ohne das andere entstehen.

Bemalte Leinwand und unbemalte, offene Leinwandparzellen, die von ihrer Umgebung ummantelt werden – mal als Körperform, mal als ein Stoffmuster, mal als ungebundenes Hintergrundmuster – wirken zusammen an einem Bildergebnis, an jenem schwebenden Eindruck, der weit über das Bildobjekt hinausreicht und die Fantasie und das Erinnerungsvermögen des Betrachters in Bewegung zu versetzen vermag.

Kleidungsstücke bekleiden und umschreiben den Körper. Sie sind nicht der Körper. Die von Gisela Heide gemalten Kleidungsstücke sind nicht „unbewohnt“ oder „verlassen“. Es sind keine Kleidungsstücke, die am Haken oder als Massenware am Kaufhausständer hängen. Ihre Kleidungsstücke sind ausgewählte Einzelstücke, sind geschnitten und gemustert in einer Weise, in der sie nicht nur die bzw. das Umschriebene sondern auch einen bestimmten Zeitpunkt bezeichnen:

Die Trägerin ist weiblich. Mal ist sie erwachsen, mal ist sie ein Kind. Mal träumt sie vom Zirkus, mal möchte sie Eis essen (Mädchenkleid). In den einzelnen Kleidungsstücken wird ihre Art, sich durch das Leben zu bewegen spürbar. Mal ist ihre Präsenz klar und anwesend, leuchtend wie an einem Sommertag (Sommerkleid mit Wolken), läuft durch die Wiesen, arbeitet im Garten oder steht unter einem Baum oder posiert für ein Foto. Mal ist sie eine Braut, mal ein Star.

Und dann wieder zeigt sie sich als eine, die bereits vergangen ist, die in den Kleidungsstücken, Schnitten, Mustern, Hüllen und Vorstellungen einer vergangenen, mittlerweile vielleicht auch märchenhaften Zeit steckt.

Es gibt Kleidungsstücke, in denen sich eine Trägerin mit Stolz und Selbstbewusstsein inszeniert oder in denen sie sich aus jedweder greifbaren Materialität hinauszuträumen scheint.

Manchmal lassen die Kleidungsstücke Haut und Knochen entstehen. Nehmen Beziehung zu Wirbelsäule, Rippen und äußeren Körperformen auf (Jacke, 2006).

Und es ist immer etwas Feierliches und etwas Besonderes an den Kleidungsstücken. Selbst wenn das Kleidungsstück ein Alltägliches ist, so wird doch das Außergewöhnliche, das Ausgewählte daran gezeigt: die aufgereihten grünen Knöpfe einer Knopfleiste, das fein ziselierte Muster einer indischen, bestickten Bluse, Stickereien, Blumenmuster, Blütenmuster, Pünktchenmuster, Glockenmuster, geklöppelte Stehbündchen, Stickkrägen, hoheitsvolle Streifen oder rautenförmige Karomuster.

Und immer werden Muster und Stoffe verzerrt und manchmal sogar „verfärbt“ (Kleid mit Schmetterlingen), d.h. in einer lebendig gewirkten der Beziehung zu jenem Körper gezeigt, auf den sie sich beziehen.

Oft sind die von der Künstlerin gewählten Proportionen bzw. Maße der Kleidungsstücke überlebensgroß. Die Hängung der Gemälde ist so, dass der Betrachter mit dem Gesichtsfeld nicht auf Kopfhöhe steht, sondern mitten hinein gerät in das Herz jener gemalten Kleidungsstücke.

In jedem Kleidungsstück zeigen sich andere Persönlichkeiten, Wünsche und Eigenschaften. „Kleider machen Leute“ – der Spruch ist bekannt in den Gemälden von Gisela Heide scheint es sich umgekehrt zu verhalten: Persönlichkeiten lassen Kleidungstücke entstehen, um diese zu vertreten.

Die Kleidungsstücke werden in einer Gestalt dargeboten, die den Körper, der dazugehört erahnen lassen. Der Körper ist als Transparenz angelegt und als ein „Negativ“, um welches sich das „Positiv“ – nämlich das Kleidungsstück – anschmiegt. Der Betrachter als ein Gegenüber hat immer wieder den „Durchblick“ oder das Gemälde lässt „tief“ blicken.

Formen, die leeren, aber geformten Raum umschließen. Formen, die von Mustern durchbrochen und durchfenstert werden. Formen, die einen Rahmen oder ein Gestell für imaginären Raum bieten, eine Lochmaske oder ein Filter sind, durch welchen sich Hintergründiges offenbart.

Kleider umschließen Körper. Umschließen das Äußere an den nahtlos der Innenraum anschließt. Kleider sind Körperhüllen und sind das geschminkte Gesicht dieses Körpers. Sind der Schutz, das Bild in dem sich der Körper sehen will, in dem der Körper gesehen und wahrgenommen wird. Kleider machen Leute. Sie künden vom Träger. Vom Lebensgefühl und von sozialer Stellung, vom Geschmack und vom Beruf, von der Seele und von der Erinnerung des Körpers.

Birgit Sonna

Auf dem Boulevard des Stofflichen

Gisela Heide malt Kleider von ephemerer Gestalt

Sie schweben wie Phantomgestalten im gleichsam luftleeren Raum: Frauenkleider, an denen sensitiv spürbar der Geruch der jeweiligen Jahreszeit und Person haftet; Oberteile, deren gemalte Texturen verschiedenartige gewebte Stoffe oder gestrickte Wolle erahnen lassen, heben sich farblich delikat nuanciert als dreidimensional wirkende und doch halbtransparente Kleiderkörper von dem diffusen Grund ab.

Muster scheinen teils signifikant auf und tauchen wieder im Fonds des puren Farbpigmentgewebes ab, darunter vor allem viele Streifen, Florales, Punkte in changierenden Kolorismen. Manche der Ornamente und Schnitte glaubt man der Gegenwart zuschreiben zu können. Andere lassen, wenn auch in fast schon ätherischer Form, die Anmutung an eine längst verblasste Zeit aufsteigen. Hier und da ein Hauch von Biedermeier, Chinoiserie, Fifties. Wer sich wieder und wieder Gisela Heides mit Pigmentfarben gemalte Bilder von femininen Kleidungsstücken vor Augen führt, glaubt nach einer Weile einen weiblich gestimmten Boulevard an Modephänomenen projiziert zu sehen. Es ist, als würde man durch unbekannte Straßen streichen und sähe dort alle möglichen Passantinnen gelassen, aber unaufhaltsam an einem vorbeiziehen. In diesem permanenten Fluktuieren der Figuren kann man sich zwar unmöglich einzelne Gesichter merken, aber bisweilen bleibt die Impression von dem Gewand im Gedächtnis stehen, der Abdruck der jeweiligen stofflichen Hülle. Gisela Heide fängt mit ihrer Malerei im eigentlichen Wortsinn das Wesenhafte von unbekannt bleibenden Persönlichkeiten ein. Naturgemäß kommen auf ihren Bildern deshalb weder Physiognomie noch Gliedmaßen zum Vorschein. „Prinzipiell suche ich nicht nach dem Ausdruck von etwas Individuellem“, sagt die Künstlerin. „Dennoch wird über das jeweilige Kleidungsstück und sein vielleicht einzigartiges Muster eine gewisse persönliche Ausstrahlung sichtbar. Im Wesentlichen geht es mir darum, die Empfindung des Körpers, seine emotionale Durchlässigkeit in der Malerei der Hülle ansichtig zu machen.“

Das Flanieren durch die Großstädte und ihre Moden war – zumindest belletristisch betrachtet – lange ein dem männlichen Geschlecht vorbehaltenes Vergnügen. Baudelaire wusste die Imaginationen des Flaneurs am Beispiel des Pariser Boulevard-Lebens in die Literatur einzuführen. Erst 1962 spiegelte Agnès Varda in ihrem Film „Cléo from 5 to 7“ wie sich die vermutlich malade Protagonistin ausgehend von Shopping-Abstechern und Maskeraden als Flaneurin immer weiter in die Stadt Paris verstrickt. Varda verfolgt in ihrem filmischen Essay das Erleben und die Stimmungslage der urbanen Spaziergängerin, erzählt aber zugleich über die subjektive Wahrnehmung der im Stadtbild auftauchenden Stofflichkeiten, inklusive von Cléos welchselndem eigenem Kostüm, eine Geschichte zwischen Realität und Einbildung. Durchaus vergleichbar mit diesem Zugriff der „Nouvelle Vague“-Regisseurin Varda auf die doppelbödig introspektive wie nach außen gehende Wahrnehmung einer Einzelgängerin findet auch Gisela Heide malend zu Kleidern an der Schwelle zwischen Gesehenem und Imaginiertem. Nicht nur, dass Heides gemalte Gewänder wegen ihres durchscheinenden Charakters beinahe etwas von einer filmischen Projektion haben, die schwer fassbare Erscheinung des Stofflichen streift auch immer die Grenze zum Ephemeren, Wandelbaren, Flüchtigen. Ihre Kompositionen lassen nacheinander betrachtet wie auf dem Laufsteg Modelle des Weiblichen vorbeiziehen, ohne dass damit irgendein Trend bedient werden würde. Es geht vielmehr um das Existentielle der Hülle, um die dünne und vielfältige Membran zwischen Körper und Außenwelt. Gisela Heide erklärt die Ambivalenz so: „Die Kleider in meinen Bildern beschwören zwar Hüllen, aber nicht im Sinne von dem Verborgensein oder Abgetrenntsein einer Person. Sie umhüllen, sie begrenzen, sie verwandeln den Körper; sie verschmelzen mit dem Körper und sind doch nicht der Körper selbst. Die Kleidungsstücke sind in ihrem Material spürbar, aber durch das Transparentsein kann man zugleich etwas Beseeltes wahrnehmen.“ Und noch eine andere Polarität wird in Heides „Gewandstücken“ deutlich: Das Abscannen von anderen Menschen respektive deren femininen Hüllen fällt mit der Wahrnehmung der eigenen Position und damit Körperlichkeit auf fast schon magische Weise zusammen. In einem unaufhörlichen Wechselspiel gelingt es Heide, dass sich der Betrachter in die Struktur des Bildes und seines projizierten Kleids immer wieder hineinzoomt und daraus hinwegbeamt. Ein Prozess, der letztlich einer maltechnischen Raffinesse geschuldet ist: die gemusterten Oberflächen der Gewänder kippen farbperspektivisch partiell in den Hintergrund, umgekehrt scheint dieser wiederum an neuralgischen Stellen nach vorne zu schwimmen. Und gerade bei den stark mit weißem Pigment aufgehellten Bildern von 2006 glaubt man sogar, dass sich der atmosphärische Umraum wie ein Nebelhauch über das vorgestellte Kleid legt und es als Hülle der menschlichen Hülle sozusagen schützt. Dieses Absorptionsverfahren zwischen zweiter und dritter Dimension, Pattern und Körperlichkeit ist ein ganz spezifisches, vielleicht sogar das zentrale Spannungsmoment in Heides Malerei.

Wenn Gisela Heide ihre körperlosen und doch körperhaften Stoffummantelungen in eine Art Schwebeverfahren bringt, dann ist die Phänomenologie des Kleidens auch mit einer kulturellen Geschichte des Ornaments verbunden. „Natürlich ist das Ornament in meiner Malerei auch eine Art Zeichensprache. Jede Kultur hat ihre spezifischen ornamentalen Formen und Muster entwickelt, die in der kollektiven Erinnerung des Menschen verankert sind. Gleich verschlüsselten Codes vermitteln sie eine Bildsprache, die unbewusste Ebenen in uns berührt“, sagt Gisela Heide. Wobei sie mit den angerissenen Codes oft das Hybride der Mode betont. Ein kimonohaftes zweiteiliges Gewand in Violett zeigt anstelle der vielleicht erwarteten japanoiden Muster eine Mixtur aus Paisley und Floralem. Eines der schönsten, weil von gleichsam milchigem Licht durchfluteten Bilder hat ein Schmetterlingskleid zum Motiv, dem die aufgedruckten Falter förmlich davonfliegen zu scheinen. Schleifen markieren als finales Accessoire oft den Ausschnitt und betonen damit den Übergang zur eigentlichen fleischlichen Hülle, sprich zu der bei Heide nur andeutungsweise sichtbar werdenden Haut des Menschen. Heide stellt zur Entindividualisierung ihrer meist übermenschengroß gegebenen Kleider keinerlei körperliche Merkmale vor. Es ist vor allem die fließende Silhouette, die eine imaginäre Person umschreibt. Eine Silhouette, die zusammen mit dem plastisch gemachten Faltenwurf und den gleichsam flirrenden Farben auch das Bewegliche des Körpers wie eben beim Flanieren formuliert. Weiblichkeit in der abstraktesten Gestalt formulierte sich in der Antike über die Draperie und Säulenfigur – etwa der Karyatiden. Und es sind bis heute die Hüllen, Fetische und Surrogate, die das männliche Begehren im Blick auf das andere Geschlecht konnotieren. Elisabeth Bronfen verweist in dem Zusammenhang auf die abgeklärte Performance von Hitchcocks blonden Schauspielerinnen, „deren vollkommene Haltung und Gelassenheit Weiblichkeit ganz selbst-bewusst als Maskerade in Szene setzt“. Gisela Heide entwirft im Gegenzug mit ihrer Malerei einen neuen selbst-betonten und doch chamäleonhaften Kleider-Boulevard der weiblichen Identität.

CHRISTOPH KAPPES
Süddeutsche Zeitung Ebersberg, Nr. 210, vom 12.9.09

Gespensterkörper

Gisela Heides Gemälde beschwören, was nicht da ist

In Neapel, in der Cappella Sansevero, ist eine Skulptur zu besichtigen, die die Grenzen dessen erreicht, was Bildhauerei darzustellen vermag. Der Christo Velato, der verhüllte Christus des Barockbildhauers Giuseppe Sanmartino erweckt den Eindruck, als scheine durch das in Stein gehauene Grabtuch tatsächlich ein Körper hindurch. Als würde der Blick nicht an diesem Tuch aus weißem Marmor enden, sondern könnte den Stein durchdringen, eine Schicht tiefer gelangen, bis zu den eingewickelten Gebeinen Christi.

„Personare” heißt der Titel der Ausstellung von Gisela Heide – „hindurch klingen”. In den Werken der gelernten Bildhauerin aus Moosach tritt etwas zu Tage, was eigentlich gar nicht da ist: Körper, die durch das, was sie umhüllt, erst erscheinen. Heide nutzt für diese Art von Gespensterbeschwörung nicht Stein und Meißel, sondern Leinwand, Pinsel und Eitempera oder Acryl. Ihre Herkunft von der Bildhauerei bleibt aber sichtbar: Wo man in ihrer Ausstellung in der Alten Brennerei auch hinblickt, erkennt man Torsi. Teils in klassischer Positur, aufrecht, sich in die Brust werfend, teils auch in verhuschter Alltagsgeste. Strenggenommen ist es zwar nicht der Körper, sondern nur seine Hülle – es sind Kleidungsstücke, Blusen, Pullover, Jacken (allesamt weiblich), die Heide malt. In den Wölbungen aber, im Volumen, in der Tiefe der Bilder, erscheint er dann doch, der Körper. So, wie auf dem Negativ eines Fotos, wo Hände und Gesicht sich im Dunkel, in der Andeutung verlieren.

Einen „Vorwand” nennt Heide die von ihr gemalten Kleidungsstücke, einen Vorwand, um etwas anderes sichtbar zu machen. Und doch ist dieser Vorwand untrennbar mit dem verbunden, was zum Vorschein gebracht wird. Kleider machen Körper, der Körper macht das Kleid – ohne, dass man am Ende noch klar trennen könnte, was jetzt wirklich Gefäß, was Inhalt ist, was Medium, was Botschaft. Ähnlich ergeht es einem mit dem Material, mit der Farbe, der Leinwand, und dem Motiv. Die künstlerischen Mittel dienen natürlich der Darstellung, der Re-präsentation von Kleidung, von Textilien. Andererseits lässt Heide an zahllosen Stellen ihrer Bilder die Leinwand durchscheinen, gibt den Blick frei auf das unbemalte Gewebe, das selbst Textil ist und es nicht nur darstellt. Auch Farbe gewinnt hier ihr eigenes, materielles Gewicht: Immer wieder tropft sie von den horizontalen Linien, in denen sie mit dem Pinsel aufgebracht ist, nach unten, vertikale Schlieren ziehend, der Schwerkraft folgend. Am unteren Bildrand legt Heide bei manchen Werken deren Schichten offen, zeigt in chromatischen Leisten die Farben, die hier nach und nach übereinandergemalt wurden.

Es wäre wohl ein Weg in die Irre, begäbe man sich beim Anblick von Heides Bildern auf die Suche nach dem Kern, nach dem, was sich hinter den Kleidern versteckt, was hier verborgen wird. Unnütz zu unterscheiden, was Hülle, was Substanz ist, was Material, was Motiv. Das eine ist in diesen Bildern so dicht mit dem anderen verwoben, dass eines allein gar nicht existieren könnte. Verbergen und Entbergen fallen in eins, in der Verhüllung tritt der verhüllte Körper erst zu Tage. Und so ist es letztlich auch müßig zu fragen, wer denn die Person sei, die sich hier wohl hinter ihrer Kleidung, ihrer Rolle, ihrem Anschein verberge: Es gibt diese Person nicht gänzlich losgelöst von den Verkleidungen, die sie zum Ausdruck bringen, von den äußeren Schichten, durch die sie hindurch klingt. Die Identität, das Ich, bleibt eine offene Frage, oder, wie Gisela Heide sagt, „ein Hauch”.

Ulrike Guggenberger

Gisela Heide „per-sonare“

Gemälde von Kleidungsstücken schaffen in den kühlen Räumen der Galerie Eboran eine erzählerische Atmosphäre. Gewandung, die Schutzhülle für unser Ich, achtlos bis überbewertend behandelt, steht im Mittelpunkt der Ausstellung. Gisela Heide verleiht in ihren neuesten Arbeiten profanen Kleidungsstücken ein faszinierendes Eigenleben. Pullover, Kleider, Westen scheinen mit den Trägern eng zu korrespondieren und zugleich unabhängig davon zu sein.

Großformatig, kleinformatig, glänzend und wollig, abweisend und anziehend behaupten sie sich in den Galerieräumen stellvertretend für ihre Besitzer. Ein reizvolles Spiel von Abwesenheit und Anwesenheit unsichtbarer Personen, so offen und schwerelos wie die ästhetisch-poetischen Bilder von Gisela Heide. „Man kann darin ein und aus fliegen wie ein Schmetterling“, sagt Cornelia Kleyboldt in ihrer Einführung zur Ausstellung. Derart haptisch, nahe, gleichsam in einem fühlbaren Raum bewegen sich die Gewänder, kommen in weichen Mischtönen auf den Betrachter zu. Verbergen, oder geben Geheimnisse ihrer Träger frei, verführen den Betrachter zum Dialog.

Gisela Heide ist 1963 in Ravensburg geboren, studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München und lebt als freischaffende Künstlerin in Moosach bei München. Die Gewandung des Menschen ist von jeher zentrales Thema im Kunstschaffen, spiegelt die äußere Hülle doch zu allen Zeiten die Persönlichkeit wider. Gisela Heides Serie aber geht es keineswegs um Moden und Bedeutungszuschreibungen, sondern um „per-sonare“ im Sinne von „hindurch-klingen“, als Annäherung und Begegnung mit der Person, die diese Textilie trägt. Eine zeitweilige Konzentration einer Künstlerin eines Künstlers auf ein bestimmtes Thema führt immer wieder zu neuen hoch spannenden Inhalten, wie diese Ausstellung von Gisela Heide in der Galerie Eboran ein weiteres Mal beweist.

Lena Grundhuber
Ebersberger SZ Nr. 159, vom 10.07.08

Der Stoff, in dem das Leben steckt.

Die Moosacher Künstlerin Gisela Heide zeigt nur äußere Hüllen - und erzählt doch vom Menschen.

Als sei alles nur ein schönes Versehen, als hätten sie sich rein zufällig auf die Leinwand verirrt, soeben im Bild materialisiert, eine Form angenommen und ein bisschen Farbe aufgelegt. So schweben sie im Raum, diese pastellenen Luftgespenster, und wer weiß, vielleicht verschwinden sie jeden Moment wieder in jene Zwischenwelt, aus der sie kamen. Mit ein wenig Glück bleiben sie noch eine Weile haften – denn dann sind Gisela Heides Gebilde von Freitag abend an in der SZ-Galerie zu sehen. Was die duftigen Traumgespenster der Moosacher Malerin so irritierend macht, ist vor allem eines. So unwirklich sie scheinen, besitzen sie doch eine wiedererkennbare Form: Es sind allesamt Kleidungsstücke, deren Trägerinnen unsichtbar bleiben – Haut, Arme, Hals und Kopf sind nur andeutungsweise zu sehen – die Erinnerung an die Frauenkörper aber atmet noch in den zarten, fast transparenten Hüllen.

Die Verlagerung vom Innen auf das Außen funktioniert: Denn so muss zwangsläufig die Kleidung, das Accessoire zum Erzähler werden. Das Textil wird zum Text – oder zum „Lebensgewebe“, wie Heide selbst sagt. Im Muster eines Hemds haben sich die Erinnerungen eingeschrieben, eine bunte Mädchenbluse erzählt, wie unbändig sie das Leben in sich spürt. Übergänge zwischen Körper und Außenwelt sind sind fließend: Scheinen manche Büsten buchstäblich mit allen Fasern ins Außen verwoben, wirken die Stoffe in den Siebdrucken wie eingestickt in den Außenraum. In ihren abstraktesten Versuchen überlagert die Malerin Formen als seien es übereinandergelegte Schnittmuster. Die Arbeit mit Textilien ist der gelernten Bildhauerin nicht neu. Schon wärend ihrer Studienzeit habe sie mit Stoffen gearbeitet, erzählt die Künstlerin, die zusammen mit ihrer Tochter und ihrem Mann, Stefan Heide – ebenfalls Künstler – in der Nähe von Moosach lebt. Bewegung zum einen, Verwurzelung zum anderen, so sagt sie, sei ihr wichtig. Und so mag es nicht verwundern, wenn sich beim Betrachten ihrer Bilder eben jenes Gefühl eines lockeren, ein wenig verträumten Verbundenseins mit der Welt einstellt. 1963 im Kreis Ravensburg geboren, entdeckte Gisela Heide das Thema Textilien während des Studiums der Bildenden Künste an der Münchner Akademie. Damals nähte sie 77 Kissen für die Freitreppe der Akademie. Nach ihrem Abschluss 1997 wechselte die Bildhauerin endgültig zur Malerei und absolvierte ein Aufbaustudium für Bildnerisches Gestalten und Therapie. Im Jahr 2007 gewann sie den Kunstpreis der Stadt Ebersberg. Heide hatte seit 1991 diverse Ausstellungen im Landkreis, in und um München, aber auch in Jena , Schwerin und Brüssel. Daneben unterrichtete sie am Museumspädagogischen Zentrum in München. Das Interesse für die Kleidungsstücke aber blieb – geht es unter den Stoffen doch letztlich um die Menschen, die sich in ihnen verbergen. Wie ein „Filter“ oder eine „Lochmaske“, die die Anwesenheit eines Menschen spüren lassen, wirke die Kleiderhülle, sagt die Künstlerin. Und so wird selbst der Blick auf die Details der „Bluse mit grünen Knöpfen“ zu einer liebevollen Würdigung der individuellen Besonderheit, in der jeder Mensch sich verrät.

Stefan König
Ebersberger SZ Nr. 143 vom 25. 6. 2007

Die Sinnliche

Gisela Heides Bilder vermitteln ein haptisches Erlebnis

Kleider machen Leute, sagt man gemeinhin, wenn ein gut gewähltes Outfit die Persönlichkeit eines Menschen auf besonders glückliche Weise zur Geltung bringt. Kleider, mal romantisch wallend, mal zartgemustert und verspielt, mal voller duftiger Eleganz, bestimmen auch die künstlerische Welt von Gisela Heide. In lasierenden Farbschichten sind sie auf die ungrundierte Leinwand gemalt. Dabei betreibt Heide allerdings keine Imagebildung, denn Gesichter sind auf ihren Bildern vollständig ausgespart. Und doch steht der Mensch im Mittelpunkt: Immer dort, wo sich die Linien verziehen, wo sich der Stoff um Rundungen schmiegt, wird man seiner Körperlichkeit gewahr. „Kleider schützen und legen gleichzeitig das Innere frei”, erklärt die diesjährige Kunstpreisträgerin.

Ihre Liebe zum Textilien entdeckte die 1963 im Kreis Ravensburg geborene Künstlerin während ihres Studiums an der Akademie der Bildenden Künste in München (1987-93). Von der Arbeit mit dem massiven Stein kommend, lockte sie der sinnliche Reiz fließender, biegsamer Formen. Objekte zum Anziehen nähte sie damals und polsterte die Freitreppe in der Akademie, auf der die Studenten pausieren, mit „77 Kissen” aus. Nach dem Diplom 1997 und mit Aufnahme des Aufbaustudiums Bildnerisches Gestalten und Therapie (1998-2000) erfolgte die endgültige Hinwendung zur Malerei, doch die textilen Fäden hat Heide damit nicht aus der Hand gegeben. Denn Malen bedeutet für sie keinesfalls nur Abbilder zu schaffen, sondern ihre Werke vermitteln ein gleichsam haptisches Erlebnis. Es entsteht Kunst, die indirekt auch den Tastsinn anspricht, ohne ihn zu aktivieren. Unter anderem in Jena, Schwerin und Brüssel hat Heide ihre Arbeiten gezeigt, das Projekt „Sahara Kontinua”, bei dem sie die Bewegungen zweier Kolleginnen mit einem 150 Meter langen Taftband im unendlichen Freiraum der Wüste fotografisch festhielt, führte sie nach Tunesien (2001). Von 1999 bis 2002 gab die Künstlerin, die mit Stefan Heide verheiratet ist, der sich ebenfalls der Malerei verschrieben hat, zudem Zeichenworkshops am Museumspädagogischen Zentrum in München. Nach der Geburt der gemeinsamen Tochter zog das Malerehepaar zunächst nach Pullenhofen bei Bruck, wo sich noch heute ihr Atelier befindet. Ihren Lebensraum verlegte die Familie hingegen kürzlich in die Nähe von Moosach.

Auch künstlerisch ist 2007 für die Preisträgerin schon jetzt ein besonders intensives Jahr. So wird „Feinstoff”, eine gemeinsam mit Ursula Oberhauser geschaffene Ausstellung, noch bis zum 29. Juli in der Galerie Markt Bruckmühl zu sehen sein und auch im Gebäude der Regierung von Oberbayern in München (28. Juni – 26. Juli) ist Heide mit ihren Werken vertreten.

Dass die Faszination für das Stoffliche ihre Kunst weiterhin prägen wird, dessen ist sich Heide sicher. Denn Gewebe, so bekundet sie, „ist auch eine Metapher für das Lebensgewebe”.

Ebersberger SZ Nr. 155, 5./6. Juli 2008

„Inspirierende Szene“

Gisela Heide über das Künstlerdasein auf dem Land

Kunstpreisträgerin 2007 im Gespräch mit Anja Jungk

SZ: Frau Heide, Sie kommen aus Vogt bei Ravensburg und haben in München an der Akademie studiert. Wie lange leben Sie schon im Landkreis? Heide: Ich lebe seit gut 6 Jahren im Landkreis. Davor lebte ich 16 Jahre in München mit einigen Unterbrechungen (ein halbes Jahr Studienaufenthalt in Köln, 1 Jahr Bremen). Aufs Land gezogen bin ich aus rein privaten Gründen kurz bevor unsere Tochter zur Welt kam. Ich wünschte mir mehr Ruhe und Kontakt zur Natur. In welche Richtung sich meine künstlerische Arbeit durch diese Lebensveränderung entwickelt, habe ich damals nicht geahnt.

SZ: Am Wochenende beteiligen Sie sich an der Moosacher Atelierdiagonale und auch beim Ebersberger Kunstverein scheinen Sie sehr engagiert zu sein. Im Herbst fungieren Sie sogar als Kuratorin einer thematischen Ausstellung in der Alten Brennerei. Gefällt Ihnen die Kunstszene im Landkreis? (Und wenn ja, warum?)

Heide: In den letzten Jahren konnte ich viele Künstler aus dem Landkreis kennen lernen. Den Austausch mit Kollegen halte ich für sehr wichtig, und es gibt gerade in meinem näheren Umfeld einige, deren Arbeit und Engagement ich sehr schätze. Ich finde die hiesige Kunstszene lebendig und inspirierend. Dabei kann ich sagen, dass ich noch auf Entdeckungsreise bin, denn es tun sich immer wieder neue Kontakte auf. In der Alten Brennerei des Kunstverein Ebersberg werden Ausstellungen von hohem künstlerischem Niveau gezeigt. Die Herausforderung hier mitzuarbeiten und mitzugestalten nehme ich gerne an.

SZ: Halten Sie die Verwurzelung eines Künstlers vor Ort denn für wichtig?

Heide: Ja, ich halte sie für wichtig. Obgleich diese Verwurzelung nur fruchtbar ist, wenn man zugleich auch über den Tellerrand hinausschaut und Präsenz auch an anderen Orten zeigt. So kann ein lebendiger kultureller Austausch entstehen. Ich kenne Künstler, die international viel unterwegs sind und unter einem Gefühl von „Heimatlosigkeit“ leiden, weil sie es nicht mehr schaffen, längere Zeit an einem Ort sich aufzuhalten. Das ist auf Dauer gesehen keine gute Basis für die künstlerische Arbeit. Aber es hängt natürlich auch von individuellen Bedürfnissen ab, für Andere wiederum mag es stimmig sein, sich viel zu bewegen. Ich persönlich schätze das Eingebundensein und Verwurzeltsein an einem Ort sehr, es bildet die Basis meiner Existenz und meiner Arbeit. Genauso aber ist die Bewegung ein wichtiger Faktor, um in seiner Entwicklung nicht zu stagnieren.

SZ: Vergangenes Jahr bekamen Sie den Kunstpreis der Stadt Ebersberg zugesprochen. Was bedeutet diese Auszeichnung für Sie?

Heide: Über diese Auszeichnung habe ich mich natürlich sehr gefreut. Sie ist für mich eine Bestätigung dafür, dass meine Arbeit nicht nur gesehen wird, sondern auch „ankommt“ bei den Menschen. Wobei ich dabei nicht in erster Linie an den Erfolg denke, sondern eher daran, Menschen mit meinen Bildern zu berühren, zu bewegen, einen Prozess in Gang zu setzen. Sozusagen einen Draht, eine Verbindung zum Gegenüber herstellen – wenn das glückt und der Funke überspringt, ist das ein schönes Erlebnis.

SZ: Ihr Mann Stefan Heide ist ebenfalls Maler – was bringt diese Besonderheit mit sich? Gibt es da Eifersüchteleien?

Heide: Ich möchte diese „Besonderheit“ als Herausforderung bezeichnen. Zum Einen meine ich damit die Herausforderung der wirtschaftlichen Existenz, vor allem aber die des gemeinsamen Gestaltens des Alltags. Wir sind Freiberufler, wir sind Eltern, das Präsentsein auf verschiedensten Ebenen verlangt ein hohes Maß an Flexibilität, Disziplin und Kooperation. Es gibt da auch eine Form der Konkurrenz zwischen uns, die ich aber als sehr konstruktiv empfinde. Austausch, Kritik über unsere Arbeit ist uns beiden wichtig, und wir unterstützen uns in unserer individuellen Entwicklung. Dass man als Ehepartner sehr „nah dran“ ist, macht es zwar schwieriger, den notwendigen distanzierten Blick einzunehmen, um eine Arbeit zu beurteilen, andererseits ist schonungslose Offenheit und Kritik möglich. Die größte Konkurrenz zwischen uns besteht eigentlich darin, dass jeder so viel Zeit wie möglich im Atelier verbringen will und das aufgrund unserer Familiensituation immer nur begrenzt möglich ist.

SZ: Eigentlich sind Sie ja Bildhauerin – wie sind Sie zum Malen und zu Ihrem großen Thema, den Kleidern und feinen Stoffen gekommen?

Heide: Schon in meiner Studienzeit arbeitete ich mit Stoffen und textilen Materialien. Zum Beispiel nähte ich anlässlich einer Jahresausstellung der Kunstakademie „77 Kissen“ (1991) für die Freitreppe im Eingangsbereich. Eine andere Arbeit waren 105 Ärmel – „Potenzial 105“ (1993) – , für einen städtebaulichen Wettbewerb in Schwerin, die aus dem Grundriss der Trabantenstadt Lankow genäht wurden und als Zeichen und Mittel der Interaktion, Begegnung und Identifikation der Bewohner mit ihrem Wohnort standen. Während bei jenen Arbeiten die Benutzbarkeit der Objekte und der interaktive Aspekt im Vordergrund stand, setze ich mich in der Malerei mit der Stofflichkeit des Gewebes als solches auseinander. Inhaltlich geht es jedoch nach wie vor um den Menschen, der zwar auf meinen Bildern nicht zu sehen ist, aber gerade in seiner Abwesenheit wirkt und durch die Kleiderhülle hindurch wie durch einen Filter oder eine Lochmaske präsent wird.

SZ: Und was wird die Besucher Ihrer Einzelausstellung in der SZ-Galerie erwarten?

Heide: Aufgrund der räumlichen Gegebenheiten werde ich eher kleinformatigere Arbeiten zeigen, darunter auch Siebdrucke, zum Thema Kleidung. Auf diesen kleineren Formaten sind hauptsächlich Ausschnitte oder Teile von Kleidungsstücken zu sehen. Die Arbeiten befinden sich an einer Schnittstelle zwischen Gegenstand und Abstraktion. Sie sind entstanden zwischen 2005 und 2008.